September 1869 setzten sich nach dem Besuch eines großen Veteranenfestes in Salzburg Johann Strobl, Peter Stöckl und Josef Sams zusammen und überlegten, ob sich nicht auch in St Gilgen ein Veteranen-Verein gründen ließe. Zu ihnen kamen noch Mathias Schörghofer, Vinzenz Böckl und der damalige praktische Arzt von St. Gilgen, Dr. Josef Stühlinger. In kürzester Zeit wurden die Statuten ausgearbeitet und schon damals war der Hauptgedanke, gegenseitige Unterstützung, Hilfeleistung bei Erkrankung oder Not, sowie die Erweisung der letzten Ehre verstorbener Kameraden. Als Protektoren wurden gewonnen: Fürst Alfred Wrede auf Schloß Hüttenstein Fürst Philipp von und zu Lichtenstein und Herr Bela Erös de Bethlenfalva. Der Verein erhält den Namen: Veteranen-Krieger-Verein St. Gilgen am Abersee. September 1869: Als Vorstand fungieren: Dr. Josef Stühlinger, Vorstand Johann Strobl, Kommandant Mathias Schörghofer, Kassier und Schriftführer 1870: Weihe der ersten Vereinsfahne. Frau Rosa von Wrede wird Fahnenpatin und spendet ein Fahnenband, Preis der Fahne 135 Gulden. 1876: wurde beschlossen, für jedes verstorbene Mitglied ein HI. Amt halten zu lassen. 1878: verstirbt der Vorstand Dr. Josef Stühlinger. Änderung des Vereinsvorstandes. Feitzinger Andrä wird Vorstand. Alexander Streicher Stellvertreter. 1888: Errichtung eines Grabdenkmales im Friedhof in Sankt Gilgen mit der Inschrift: “Militär-Veteranen und Kriegerverein St. Gilgen”. Seinen verstorbenen Mitgliedern 1888. Vereinsgründer: Josef Stühlinger. Johann Strobl, Peter Stöckl. Josef Sams 1869 Im Namen des Vereines: A. Feitzinger, F. Helmberger. M. Bildhof, Salzburg. 1893: Der Verein begrüßt seine Majestät Kaiser Franz Josef 1. am Bahnhof in St. Gilgen. 1894: 25-jähriges Gründungsfest. 1902: 2. Fahnenweihe, Fahnenpatin Elsa von Erös, Rosa Giani spendet das Medaillenband. 1903: Der Verein erhält das Recht, den Reichsadler in der Fahne zu führen und ist ab diesem Zeitpunkt auch uniformiert. 1909: 40-jähriges Gründungsjubiläum des Veteranenvereins (10.10.) 1911: Keine verwertbaren Aufzeichnungen gefunden. 1914 -1915: Kriegswallfahrt nach Fuschl am See (14.4.) 1918: 1. Weltkrieg, 52 St. Gilgner sind gefallen und 13 vermisst. Heimkehrergottesdienst für alle Gefallenen. (29.12.) 1919: Jahreshauptversammlung, wenige Mitglieder da viele vom Krieg nicht zurückgekehrt. 1921: Weihe der großen Glocke (Kriegergedächtnisglocke) 24.6. 1924: Kriegerdenkmaleinweihung (31.8.). 1925: Kriegergedächtnisfeier zum erstenmal beim Kriegerdenk- mal (1. 11.) 1939 bis 1945: II. Weltkrieg - 88 St. Gilgener sind gefallen und vermißt für die Zeit bis 1958 konnten bislang keine Aufzeichnungen über Aktivitäten des Vereines zustandegebracht werden. 11. Mai 1958: setzte sich der Verein anläßlich einer Versammlung wieder zusammen und nennt sich: Kameradschaftsbund, Ortsgruppe St. Gilgen. Obmann wurde Franz Gotthalmseder, Gastwirt. Der seit 1937 in der Chronik aufscheinende Rupert Hinterberger, (Postangestellter i. R.) wurde Obmann-Stellvertreter. Schriftführer Karl Weichenberger (Steueraufsichtsbeamter). Schriftführer-Stellvertreter Walter Burgstaller (Steueraufsichtsbeamter), Kassier Josef Rotter (Telegraphenangestellter), Rechnungsprüfer Josef Permoser (Postbeamter) und Josef Feitzinger (Lehrer i. R.). Beisitzer waren Hermann Schachner (Gendarmeriebeamter) und Rudolf Fischer (Gastwirt). 1960: Infolge der verschwundenen bzw. nicht mehr auffindbaren Veteranenfahne wurde nach mehreren Ausschusssitzungen am 24. Juli die Bestellung einer neuen Fahne beschlossen. Sie wurde am 25. September geweiht Fahnenmutter wurde Fany Kastl; Fahnenpatinnen waren Maria Gotthalmseder und Friederike Kendler; die Weihe wurde von Pfarrer Hacksteiner vorgenommen. Bei der Fahnenweihe waren Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Wiedenhofer sowie Vizepräsident und Landesobmann Sepp Schöpp anwesend. 31 Fahnen- abordnungen und 8 Musikkapellen gaben dem Kameradschaftsbund St Gilgen die Ehre. Als Patenkameradschaft scheint der Kameradschaftsbund Fuschl am See auf. 1961: Die verschwundene Veteranenfahne ist aufgetaucht und wurde am 11. Mai im Zuge der Jahreshauptversammlung durch Bürgermeister Lesiak an den Obmann übergeben, ebenso hat der Verein das alte Medaillenband aus 1902 erhalten. 1962: Hans Schmatelka, Postbeamter, wird bei der Jahreshauptversammlung am 16. September zum neuen Obmann gewählt. 1966: Franz Winkler, Baumeister, übernimmt im Zuge der Jahreshauptversammlung am 20.11. die Stelle als Obmann von Hans Schmatelka und führt die Kameradschaft bis zu seinem Tode am 11. 12. 1984. 1969:100-jähriges Gründungsfest des Kameradschaftsbundes St. Gilgen (6. bis 7. September). 30 Kameradschaften, davon vier aus Bayern und 7 Musikkapellen geben dem jubilierenden Verein die Ehre und beteiligten sich am Fest. 100 Jahre ÖKB St. Gilgen 7. Sept 1969 1985: übernimmt Franz Gotthalmseder, Sägewerksbesitzer, die Kameradschaft und leitet sie bis zu seinem plötzlichen Tod am 10. 3. 1986. 1986: wird nach einstimmiger Wahl am 25. 4. der Gendarmeriebeamte Josef Loipold zum Obmann gewählt. Vom 9. bis 11. September 1994 wurde vom ihm das 125-jährige Gründungsfest organisiert und durchgeführt. Er leitete bis zu seinem plötzlichen Tod, Juli 2010, die Kameradschaft. 2011: wird einstimmig Regierungsrat Josef Norbert Schrei, Postbeamter i. R. zum Obmann gewählt.